Mineralfutter - Ist es wirklich nötig?

Was tun bei Krankheiten, wie mit Handicaps umgehen?
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snow
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Mineralfutter - Ist es wirklich nötig?

Beitragvon snow » 27.01.2009, 19:13

Ich war heute mal wieder Futter für die Ponies kaufen. Eigentlich nur PreAlpin Senior für unsere Oldies, aber ein Mineralfutter für alle sollte es nun auch mal wieder sein.

Da stellt sich einem natürlich erst mal die Frage, ob ein Minerafutter allen in gleicher weise hilft oder ob es nicht gar rausgeschmissenes Geld ist, wo sich nur die Futtermittelhändler drüber freuen. Um ersteres "Problem" halbwegs zu lösen, wechsel ich öfter mal die Marken und somit die Zusammenstellung. Tja, und "Problem" Nr. 2 würde ich jetzt gerne mit euch diskutieren, bzw. "Problem" Nr. 1 spielt da ja auch mit rein.

Nun habe ich ein Pony, bei dem man es zumindest am Hufwachstum bzw. Qualität deutlich merkt, ob sie Mineralfutter bekommt oder nicht. Da tut es dann auch nicht irgendeins, sondern es muss ein spezielles sein. Dieses kommt aber leider ihrer Krankheit nicht gerade entgegen, sondern fördert diese eher noch. Also bin ich da schon mal in der Zwickmühle, bzw. suche gerade nach Auswegen, dass ihre Hufe trotzdem dauerhaft von guter Qualität sind, ich ihr aber dafür wirklich nur das Nötigste geben muss.

Also, wie sind eure Erfahrungen. Merkt ihr wirklich Unterschiede, wenn ihr MiFu gebt bzw. auch wenn ihr das Produkt wechselt? Oder gebt ihr grundsätzlich gar kein MiFu?

Anlass ist unter anderem, dass heute beim Einkauf auch ein Futtermittel-Vertreter auf dem Hof kam. Ich hatte mich 2 Min. bevor er kam, sogar für "seine" Marke entschieden. Ich fragte ihn dann mehr zum Spass, wie viel ich denn meinen Ponies geben solle. Er fragte dann nach der Rasse und als ich Araber sagte, bekam ich tatsächlich als Antwort "die sind Meister des Mangels und benötigen eigentlich gar kein MiFu und wenn dann nur ein paar Krümel" und "mit dem Eimer (10 kg) komme ich für ein Araber ein ganzes Jahr hin". Da war ich doch etwas baff. Nun glaube ich zwar auch nicht alles was man mir erzählt, aber ich muss gestehen, dass bis auf bei der einen Stute, ich bei den anderen Ponies keine positiven Veränderungen feststellen kann, wenn ich MiFu gebe oder grad pausiere.
lg, snow

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Re: Mineralfutter - Ist es wirklich nötig?

Beitragvon juna » 27.01.2009, 21:27

Ich hab ja schön öfter mal Blut meiner Ponies analysieren lassen und die hatten trotz MiFu einige Mängel oder zumindest grenzwertige Ergebnisse :(
Von daher halte ich zwar MiFu für sehr wichtig, zweifle aber doch stark daran, dass MiFus grundsätzlich auch optimal zusammen gesetzt sind :?
Gerade bei günstigeren Marken neigen meine Ponies zum Erdeschlecken :?
Beim ganz teuren Futter geht es allen prächtig, die Hufe sind top, das Fell ist top, alle sind fit. Nur kann ich mir das nicht immer leisten *schnief*
Allerdings wird Finchens 2. Reheschub mit einem dieser Präparate in Zusammenhang gebracht :?
Keep "KUH"l!
juna

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Re: Mineralfutter - Ist es wirklich nötig?

Beitragvon snow » 27.01.2009, 22:09

Die Blutwerte muss man dann ja aber auch immer ziemlich genau auswerten und wissen, warum da ein Mangel ist. So können ja auch Mängel entstehen, weil auf der anderen Seite irgendwo eine Überversorgung ist. Da hilft es dann auch nicht, einfach mehr von dem mangelnden Element zuzugeben, wenn nicht etwas anderes reduziert wird.

Interessant wären dann wohl tatsächlich mal im Vergleich Blutwerte, wenn man längere Zeit kein MiFu gegeben hat.

Meine Ponies pausieren ja öfter und bis auf Namira, konnte ich bei keinem irgendwelche Mängel feststellen (also alles ohne Blutbild, rein von der Optik her) bzw. es war einfach kein Unterschied zu erkennen zu "mit Mifu".
lg, snow

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Re: Mineralfutter - Ist es wirklich nötig?

Beitragvon juna » 27.01.2009, 22:14

Ja, das meinte ich ja damit, dass MiFus wohl meist nicht optimal zusammen gesetzt sind.
Erst 1x hat ein TA auf Grund des Blutbildes ein passendes MiFu für eines meiner Ponies herausgesucht und das wurde dann prompt verweigert :roll:
All die anderen Male durfte ich mir an Hand des Blutbildes selber etwas einfallen lassen, viel Feedback vom TA kam da nicht :evil:
Aber toll, dass man das Blutbild hat teuer machen lassen ... :roll:
Rein optisch merke ich den Ponies die ganz teuren MiFus schon an!
Heute hab ich dennoch ein günstiges MiFu bestellt, das muss erstmal reichen :?
Keep "KUH"l!

juna

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Re: Mineralfutter - Ist es wirklich nötig?

Beitragvon Drachenpony » 28.01.2009, 11:00

Ich fütter seit geraumer Zeit kein Mineralfutter mehr. Hatte davor immer das von Marstall. Unterschiede konnte ich keine feststellen.
War wohl mehr, um mich zu beruhigen. Die schlechten Werte im Blutbild wurden immer gezielt durch den Tierarzt behandelt.

Bei Joschi war ich etwas verunsichert, da er immer an der Ziegelwand am Anbindeplatz leckt. Ist wohl aber nur aus Langeweile, wenn es ihm zu lange dauert. Einen kleinen roten Mineralstein hat er trotzdem in die Box bekommen, den benutzt er aber nur sehr mäßig.
Allerdings muss ich mir für den Sommer noch was einfallen lassen, da er während der Koppelzeit fast komplett das Heu verweigert und das hat letztes Jahr zu den schlechten Blutwerten geführt.
Gruss
Martina

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Beitragvon Ginge(r) » 29.01.2009, 14:15

Ob und welches Mineralfutter für ein Pferd notwendig oder unnütz ist, lässt sich pauschal wohl nicht sagen ;-) das hängt eben von verschiedenen Faktoren ab und kommt immer ganz darauf an.
Wie sein Heu und Gras zusammengesetzt ist, was das Pony ansonsten noch zu essen bekommt, was es leisten muss oder auch nicht, in welchem Lebensstadium es sich befindet, wie es ganz individuell verstoffwechselt - und und und.
Selbst bei Pferden die theoretisch unter exakt gleichen Bedingungen gehalten werden, kann es da enorme Schwankungen geben - sei es weil der grundsätzliche Bedarf einfach unterschiedlich ist oder weil die Tiere auch auf der selben Wiese oder von einem Ballen Heu nach persönlichem Geschmack oder Rang selektiv fressen und dann letztlich vielleicht etwas ganz anderes im Magen haben als ihr Mitbewohner.
Ein Mineralfutter das für alle passt kann es daher eigentlich nicht geben - dafür sind einfach die Ansprüche und Umstände zuuu verschieden.
Durch zu viele oder unausgewogen zusammengesetzte Mineralien kann man seinen Schützlingen sicherlich mindestens ebenso schaden wie mit zu wenig :? und die meisten Pferde (hierzulande + heutzutage) sind wohl eher überversorgt.
Aber wenn du merkst dass die Hufe deiner Namira mit diesem Futter so deutlich besser werden, dann spricht das ja schon dafür, dass ihr ohne scheints entweder etwas fehlt oder es in ihrer sonstigen Ration wohl irgendwelche Imbalancen gibt :-o vielleicht kannst du ja herausfinden, ob sie wirklich genau diese Kombination benötigt oder ob eine ähnliche Wirkung womöglich auch durch einzelne Komponenten zu erzielen ist?
LG Ginger


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