@ Katinka: Heidi - Hufrehe

Alles zum Thema Hufrehe, ECS, EMS

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snow
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Beitragvon snow » 24.04.2007, 07:51

Katinka hat geschrieben:Mmh, sie ist zumindest jedesmal gestanden, wenn ich gekommen bin - und auch noch nicht in der typischen Rehehaltung: das soll ja so ziemlich das Ende sein, wenn sie so hinstehen...seufz...wenn sie aber den rechten Vorderfuß anheben soll zum Einwickeln, fällt sie fast um...gestern allerdings ging es ihr tatsächlich etwas besser! Sie konnte schon kurz ansteigen und Nikki in die Schranken verweisen...freu! :) Ich stopf sie mit allerlei Dingen voll! Ingwer morgens und abends angemacht mit Immunkräutern und Banane und Strukturenergy oder wie das heißt, sonst würde sie es nicht fressen. Dazu ihre homöopath. Tropfen und Aspirin. Ich hab Sauerkrautwickel gemacht und Hufe gekühlt. Jetzt hat sie dicke Hufverbände, denn ich glaube, am meisten macht ihr der harte unebene Boden zu schaffen. Nachts darf sie grasen. Heut morgen haben alle geschlafen, nachher geh ich ablesen und füttern, hoffentlich ists noch ein bisschen besser!
@trixi: du, ich hab gelesen, dass Brennesseln und Löwenzahn zusammen mit ginkgo abgekocht gegen Rehe verfüttert werden soll - kennst dich doch homöopathisch aus: meinst du, ich könnte meine Ginkgotropfen zu dem Sud geben, denn leider wächst bei mir kein ginkgo im Garten...
(Heidi ist im übrigen selber so schlau und frißt viel Brennesseln, sofern vorhanden)


Bitte lass Heidi gar nicht ins Gras. Bitte gib ihr auch ausser gewaschenem Heu (ca. 2-3 kg insgesamt über den Tag verteilt) gar nichts an Futter. Keine Banane, erst recht kein Müsli und auch kein Ingwer.

Homöophatie ist in Ordnung, wenn man sich damit auskennt. Ansonsten ruf bitte einen TA!!! Mit Hufrehe ist nicht zu spassen!!!

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Beitragvon Katinka » 24.04.2007, 08:18

TA war schon ein paar mal da, von ihr die homöopath. Tropfen und auch der Tip mit dem Ingwer und Banane.
Ich hab wegen Jessie schon seit 10 Jahren mit Rehe zu tun. Leider. Aber eines hab ich gelernt: je mehr man bei Rehe zurücksteckt, desto mehr Land ergreift sie! Zum Schluß stand Jessie nur noch im Stall und hatte noch mehr Schübe, als damals, als sie noch in der Herde lief. Heidi reagiert genauso. Steht sie im Stall, wird es schlimmer. Ich habe auch nicht vor, sie ein Leben lang einzusperren. Ihr erster Schub kam, weil sie wegen Jessie nur im Stall stand und auf dem Matschplatz: und zwar ohne Gras!
Durch das Hufrehebuch hat sich meine Meinung bestätigt. Klar, dass ich sie nicht kopflos ins volle Gras zu jeder Tageszeit stelle. Aber nur in den Stall, das machen wir nicht mehr... :(

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snow
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Beitragvon snow » 24.04.2007, 08:48

Um was für ein Hufrehebuch handelt es sich dabei?

Ich sage ja gar nicht, dass du sie auf ewig in einen Stall sperren sollst. Nach deiner Aussage befindet sie sich aber in einem akuten Schub und da ist Diät im Sandpaddock angesagt. An Hufrehe "gewöhnt" sich ein Pferd nicht einfach so. Die Symptome verändern sich vielleicht, mal geht es dem Pferd besser mal schlechter.

Und mach bitte nicht den Fehler, das eine Rehepferd mit dem anderen zu vergleichen. Jedes Pferd ist da individuell und Jessies Rehe kann ganz andere Auslöser gehabt haben als Heidis. Eine Diät schadet aber den meisten Pferden erst mal nicht, sondern kann viel gutes bewirken. Die meisten Pferde in Deutschland sind viel zu fett. Nicht umsonst spricht man bei Rehe von einer Wohlstandskrankheit. Dicke Pferde sind für uns leider zur Normalität geworden. Ich habe selbst lange gebraucht das zu begreifen, aber ein Pferd braucht nichts "auf den Rippen" um gesund zu sein.

Hast du eventuelle Primärerkrankungen bei Heidi schon abchecken lassen? EMS, ECS, Borreliose? Wie alt ist Heide und in welchem Futterzustand?

Auch ich lasse mein EMS-Pony ins Gras. Aber derzeit max. 1 Stunde täglich. Den Rest der Zeit verbringt sie im Auslauf. Die anderen (bis auf die zwei alten) halten mit ihr Diät und den hat es bisher auch nicht geschadet.

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Beitragvon administratorin » 24.04.2007, 12:25

trixi hat geschrieben:Hallo Katinka

erstens: Kuh vom Eis - dh ich denke auch : im akuten Schub Stallhaft in Sägmehleinstreu. Wenn der rum ist, ist wieder was andres. Jede
Bewegung, wenn die Aufhängung des Hufbeins geschädigt ist, schadet, dh kann eine Rotation / Senkung verursachen/unterstützen.
Möglicherweise kann dein TA so Keile anbringen ?

Brennesseln mähen, nen Tag liegen lassen - anbieten. Löwenzahn (so eine Pflanze pro Tag) ruhig mit Wurzeln frisch anbieten.
Klebkraut kann man geben - auch so ne Hand voll pro Tag.

Wieso willst du das alles kochen ? Das kann man direkt so geben.

Gingko kriegt man getrocknet in Apotheken oder man kann diesen homöop. geben. Evt. in C30 (ich nehm aber meist D6).
Wenns Futter bedingt ist, kannst du evt. eher auf NuxVomica gehen - also sollte man die Ursache schon genau wissen.

Gute Besserung
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Beitragvon Katinka » 24.04.2007, 16:28

So, bin wieder da von der Arbeit.
Erst die gute Nachricht: Heidi läuft wieder.
Zu Jessie: seit August letzten Jahres steht sie unter Evas Regie im Offenstall mit Sandpaddock, hat seitdem kein Hälmchen Gras mehr gesehen, ist unter medikamentöser Aufsicht/Behandlung... - sie hatte trotzdem seitdem 4 Schübe! Sie ist ein EMS-Pferd/Pony.
Heidi war immer ein dickes Pony und hatte nie nichts, nullkommanichts. Dann wurde sie Jessies Begleiter und musste mitdiäten. Ihr erster Reheschub kam schließlich unter strikten Diätbedingungen nach Jessies EMS-Diagnose! :roll: Das ist, was ich nie kapieren werde! Ihre Blutuntersuchungen haben bisher nichts ergeben, was in Richtung EMS oder Cushing gehen könnte. Da sieht man auch nichts optisch und Gesa ist sich sicher, dass da nichts im Anmarsch ist in der Hinsicht.
Jetzt ist Heidi für ein Shetty nicht mehr dick, finde ich. Na gut, sie ist rund und muskulös, aber nicht fett, drücken wir es so aus. Sie kriegen mehrmals über den Tag verteilt Heu, aber rationiert und stehen auf Sägespänen. Im Sommer sind sie normalerweise ganz draußen, kriegen rationiert Gras dazugesteckt. Momentan stehen sie gut 1 km vom Stall - da hätt ich Heidi niemals hinführen können. Denn ich bin auch komplett gegen Zwangsbewegung, obwohl mir das auch schon verschiedene Stellen geraten haben. Allerdings befürworte ich im ersten Stadium der Rehe immer noch Herdenhaltung - mit Unterstützung von Gesa! Die macht das mit den bei ihr eingestellten Rehepferden genauso, hat bessere Erfolge als so manch andere. Wir beschlagen auch nur in den seltensten Fällen.
Keile sind umstritten. Hab ich erst gemacht, bin davon abgekommen.
Sie ist richtig ausgeschnitten (mittlerweile) und da kommen nur Polster aus Styropor und/oder Watte drunter.
Ích wollte hier nicht den Eindruck erwecken, dass ich alleine rumdokter! Nur ist meine Gesa immer dann, wenn Fragen aufkommen, mal wieder in Wien oder in Norddeutschland oder im Urlaub oderoderoder... :evil:
Achso: Heidi war gestern 11.
Mmh, und das Buch heißt: Hufrehe
Und leider haben wir keinen Auslauf mit Sand oder ähnlichem... :( - schön wärs. Aber Jessie hats ja auch nicht geholfen. Ihre Schübe waren sogar häufiger bzw. heftiger bzw. definitiv Reheschübe, bei mir waren es "nur" Abzesse...
Das Wichtigste beinahe vergessen. Hab heut die neuen Untersuchungsergebnisse abgeholt. Trotz Höchstdosis Jodid hat Heidi immer noch eine gewaltige Schilddrüsenunterfunktion! Wahrscheinlich muss ich sie auf Tyroxin umstellen, aber wiegesagt ist Gesa mal wieder ausser Landes...grummel...

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Beitragvon juna » 24.04.2007, 16:59

Also ich würde auch vom Jod abraten und zu Thyroxin übergehen,...vielleicht ist sie ja das erste HashimotoPony :wink:
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Beitragvon Katinka » 24.04.2007, 17:21

:oops: ungebildetes ich: was heisst das?

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Beitragvon juna » 24.04.2007, 18:36

Hashimoto Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Ganz laienhaft und verkürzt erklärt, greift das eigene Immunsystem dabei die Schilddrüse an, weil es diese nicht als körpereigen erkennt. Durch die voranschreitende Zerstörung des Schilddrüsengewebes kommt es zur Schilddrüsenunterfunktion. Von Jodgaben ist bei dieser Erkrankung abzusehen, da Jod die Schilddrüsenfunktion anregt, was zur Folge hat, dass das Immunsystem sich wieder auf die Schilddrüse stürzt.
Daher greift man stattdessen zum Hormonausgleich zu Thyroxin.
War aber nur ein Scherz, ich glaube nicht, dass es Hashipferde gibt
:wink:
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Beitragvon juna » 24.04.2007, 19:07

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Beitragvon Katinka » 24.04.2007, 19:59

Merci für den link, muss ich mal in Ruhe angehen...
Sag mal, gibt es Thyroxin eigentlich nur auf Rezept? Ich muss ja selber Euthyrox 150 nehmen, glaub kaum, dass ich da nochmal welche dazumogeln kann...

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Beitragvon Katinka » 24.04.2007, 20:01

P.S.: Nee, fällt mir grad ein: nicht, dass sich Heidi mir anpasst. Es heisst doch immer: wie der Herr, so`s Gscherr :lol: :wink:

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Beitragvon snow » 25.04.2007, 08:48

Katinka hat geschrieben:...Mmh, und das Buch heißt: Hufrehe...


Hat das auch einen Autor?!?

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Beitragvon Katinka » 25.04.2007, 08:49

Das ist Heidi gestern abend nach dem Umstecken ins frische Gras. Ich find sie nicht zu dick. Naja, ich weiß ja auch, wie sie früher ausgesehen hat :oops:

Bild
und
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Beitragvon Katinka » 25.04.2007, 08:55

Ist vom Müller-Rüschlikon Verlag, die Autoren sind: Romo Schmidt/Dr. med.vet. Ulrike Häusler-Naumburgen/Thomas Dübbert. Vermeidung, Früherkennung, Heilung
Überarbeitete und erweiterte Neuauflage.
Im Hufreheforum wird auch daraus zitiert - also in dem anderen, in dem ich immer lese...

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Beitragvon juna » 25.04.2007, 08:58

Was man eben sieht ist in recht "flacher Bauch", kombiniert mit einer geschwollenen Kruppe (Speck?) und einer "Speck"schulter.
Also schon zu dick, nur eben in EMS-Verteilung :wink:
Keep "KUH"l!

juna


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