charles

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felis938
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charles

Beitragvon felis938 » 27.12.2007, 09:58

diese geschichte sollte eigentlich erst jahre später geschrieben werden - oder jahre früher..für diese art geschichten ist der zeitpunkt nie der richtige...aber beginnen wir..es ist die geschichte von charles - nicht der
charles von der diana und der camilla, dieser ist es nicht..wobei das jahr, in dem dieser charles die weltbühne betritt, das jahr ist, in dem die diana abtritt...charles war nicht als katze geplant, charles sollte einmal als blue-point perser irgendeinen "liebhaber" glücklich machen..nun hatte charles insofern pech, dass er nicht so ganz der "norm" genügte, in den augen des "züchters", der ihn "produzieren" liess, hatte er makel, der einer
veräusserung für viel geld im wege stand..charles schicksal wäre damit besiegelt, wenn nicht ein ollie, oder wars ein tilo diesen "fehlerhaften" kater endeckt und sich in ihn verguckt hätte...jedenfalls überzeugte der ollie, oder eben der tilo den "züchter" mit der übergabe von 300 d-mark, von seiner absicht, charles zu töten, ab zu lassen...merke, ein gesetz der freien wirtschaft besagt, selbst das fehlerhafteste produkt kann noch einen finden, der dafür zahlt..aber egal, charles war erst einmal seinem vorzeitigen ende entkommen und auf dem weg ins leben, der sich allerdings als recht steinig erweisen sollte..charles war ein kümmerling, ein ganz kranker...nun hat der ollie, meinetwegen auch der tilo eine mutter, dass klonen bei menschen hat sich noch nicht manifestiert..diese wiederum hat ein herz, gross genug um alle charles der welt darin unter zu bringen....
um so günstiger für charles, dass es da noch einen tierarzt mit einem fast berufsschädigenten ehrgeiz gab...charles stolperte die ersten wochen in diesem leben von behandlung zu behandlung..und irgendwann in den zustand, den man als "gesund" bezeichnen könnte...damit ist die geschichte des persers charles hier zu ende, jetzt beginnt die geschichte der katze charles...

Bild


es war ein offenes haus, wo katze charles jetzt lebte..er konnte gehen und kommen, wie es in seinem ermessen lag...er machte davon auch gebrauch...sein leben war ein ganz normales katzenleben - schlafen, fressen, putzen, schlafen und sein "reich" ergehen - könnte ja sein, es gibt etwas interessantes zu sehen..die mäuse in den koniferen hatten es ihm wohl nicht so angetan, der anblick fesselte ihn nur minutenlang, ehe ihn der schlaf unter den koniferen ubermannte...
charles schaffte es auch, seinen memschen klar zu machen, dass er bestens versorgt werden müsse, ohne, ausser gelegentlichen "schnurreinheiten" auch nur eine gegenleistung zu bieten...charles lebte im paradies..paradiese haben es aber an sich, dass es dort immer einen erzfeind gibt..in unserem fall einen rabenschwarzen streuner, der später "rambo" heissen sollte...der streunte von haus zu haus, wurde gefüttert, beäugte die anderen streuner und war eigentlich recht zufrieden...mit charles konnte er sich nicht so recht abfinden - für viele hauskatzen zählen langhaarige artgenossen nicht als katzen und werden mit misstrauen behandelt..niemand weiss, was in "rambos" kleinen jopf vor sich gegangen ist, er beschloss einfach eines tages, bei charles und seinen menschen ein zu ziehen...die menschen hatten damit keine probleme, wohl aber unser charles..man schaffte es aber, den status quo zu erreichen..man liebte sich nicht, aber man hasste sich auch nicht..bis auf gelegentliche "ausrutscher" ignorierte man sich....am anfang diesen jahres lernte ich charles kennen..er mochte mich nicht, was ich auch verstehen kann...er mochte es vor allem nicht, von mir berührt zu werden...gut, so oft bin ich charles nicht begegnet, als dass mich dies hätte an verzweiflung vergehen lassen...ich glaube, bis zu seiner letzten nacht habe ich ihn nur insgesamt vier mal erlebt...
es gab zwei anzeichen, dass seine zeit um war..das erste war eine woche vor seinem tod..charles war ein absoluter gewohnheitskater...früh raus - dann wieder rein - fressen, schlafen und gegen 16.00 uhr wieder raus..vier stunden später war er wieder da...an diesem morgen wollte er nicht raus, sein mensch machte sich sorgen und wollte schon mit dem kater, der nicht einmal aufstehen wollte, zum arzt...charles hat sich aber noch einmal "gerappelt" und hat sein leben normal weiter gelebt...mag sein, dass der kater wusste, dass ihm nur noch eine woche bleibt - katzen
haben mit der eigenen sterblichkeit sicher nicht die probleme von uns menschen..egal, der letzte tag kam und charles ging 16.00 uhr nach draussen - kam aber nicht zur gewohnten zeit zurück..klar machte sich sein mensch sorgen - wir telefonierten miteinander, ich bat um weitere
nachrichten..die kam dann gegen 22.00 uhr - der charles sei wieder da und es gehe ihm nicht gut....da bin ich hingefahren um nach charles zu sehen..es ging ihm wirklich nicht gut, er hatte sich auf seinem läufer niedergelgt und komischerweise duldete er jetzt meine berührungen und mein streicheln....tiere haben eine unsterbliche seele, wir menschen auch..mag sein, dass in diesem moment unser beider seelen sich vereinten, ich ahnte, oder wusste, dass charles am ende seines weges angekommen war...am nächsten morgen ist er gestorben...

trauer ist eine zutiefst menschliche empfindung, wir sind traurig, weil wir etwas verloren haben..in meiner zeit in afrika habe ich gelernt, dass ein leben so wichtig ist, dass man auch im sinn von dem blue-point perser charles dankbar sein sollte, dass er 11 jahre ganz normal als kater charles leben durfte..
Einstein war der Meinung, dass sowohl das Universum, als auch die menschliche Dummheit und Grausamkeit unendlich seien..es ist mathematisch bewiesen, dass Einstein sich im Bezug auf das Universum geirrt hat..

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