Hyperlipämie

Über Krankheiten und Handicaps bei Equiden

Moderatoren: snow, Ginge(r), Drachenpony

Unicorn Zero
Beiträge: 4
Registriert: 24.01.2008, 16:11

Hyperlipämie

Beitragvon Unicorn Zero » 24.01.2008, 16:38

Hilfe - bräuchte dringend jede Info über die Behandlungsmöglichkeiten von Hyperlipämie. Hintergrund: Ich hatte - platzbedingt, da zwei Hengstchen sich in einem gemischeten Betrieb etwas anstrengend gestalten - meine beiden Jungpferde 11 Monate in einem Zucht- und Aufzuchtbetrieb eingestellt, den ich seit Jahren kenne, allerdings nur im Sommer. Nachteil: er ist ein paar 100 km weg, und ich kann momentan nicht dauernd hinfahren. Als ich Ende Dezember meine beiden besuchte, standen sie auf einem Matschpaddock, das Heu mußten sie aus den Pferdeäpfeln herausklauben und auf meine Frage, warum ich noch keine Rechnung für die Entwurmung erhalten hätte, wurde mir gesagt, dazu sei man noch nicht gekommen, man würde demnächst damit anfangen. :evil: Ich fuhr heim, nahm 14 Tage später den Hänger mit und fuhr meine zwei eben etwas früher zur Grundausbildung. Das war vor 11 Tagen. Gestern zeigte einer leichte Kolikanzeichen, als das nachmittags nicht besser wurde, holten die Stallbetreiber einen Tierarzt und der empfahl die Klinik. Diese diagnostizierten Fieber (ein Infekt?), einen irrsinnig hohen Parasitenbefall, Herzgeräusche, erhöhte Atmung, zu wenig weiße Blutkörperchen usw. Inwieweit der Darm perforiert ist, ist nicht definitiv zu sagen - in der Bauchhöhle war jedenfalls heute vormittag noch keine Flüssigkeit. Er bekommt jetzt Antibiotika, um bakterielle Infektionen auszuschließen, wird künstlich ernährt, wurde gestern nacht entwurmt, bekommt, wenn ich richtig verstanden habe, Insulin und jetzt warten wir alle, dass er es sich vielleicht doch noch überlegt und wieder anfängt zu fressen - bisher siehts nicht danach aus. :cry: Was müßte/ könnte noch beachtet werden? Wer hat Erfahrungen? Ich habe ihn von seinem ersten Lebenstag an, es war schon schwer genug, ihn zwischenzeitlich anderweitig unterbringen zu müssen, aber ihn jetzt durch die Schlamperei anderer zu verlieren wäre grauenvoll.

Benutzeravatar
snow
Site Admin
Beiträge: 3328
Registriert: 10.11.2006, 18:33

Beitragvon snow » 26.01.2008, 10:27

Tja, hat hier wohl leider (oder zum Glück?!) keine_r Erfahrungen damit gemacht.

Wie geht es deinem Kleinen denn jetzt?

War er denn auch sehr dick? Hyperlipämie kenne ich jetzt so, dass es bei sehr dicken Ponies auftreten kann, die auf eine drastische Diät gesetzt werden.

Oder hat er einfach von sich aus angefangen nichts mehr zu essen?

Ich drück dir die Daumen, dass der Kleine wieder fit und gesund wird.
lg, snow

Unicorn Zero
Beiträge: 4
Registriert: 24.01.2008, 16:11

Beitragvon Unicorn Zero » 30.01.2008, 11:50

Sorry, war letzte Woche mehr in der Klinik als am Pc. Er hats geschafft! :D Er war eben gar nicht dick, der Aufzuchtbetrieb hat die Fütterung nicht kontrolliert - die erwachsenen Tiere fraßen fast alles, die rangniederen Jungpferde bekamen den spärlichen Rest - aus dem Matsch. Die Würmer entzogen dann soviel Nährstoffe, dass der Körper die Fettreserven auf einmal mobil gemacht hat - das führt dann zur Blutüberfettung, die Leber macht dicht und dann wirds gefährlich. Nachdem mir Donnerstag nacht von der Klinik 20% Überlebenschance gemeldet wurden, hab ich echt fast aufgegeben. Aber Klinik und Pferd haben gekämpft und gestern konnten wir ihn abholen. Jetzt muß nur noch etwas auf die Rippen, aber das bekommen wir, denke ich, hin. Bei uns zu Hause wird regelmäßig entwurmt , aber eigentlich, weil man das eben so macht. Nach der Erfahrung kann ich nur warnen, warnen, warnen - bloß nicht mit Wurmkuren nachlässig sein.

Benutzeravatar
snow
Site Admin
Beiträge: 3328
Registriert: 10.11.2006, 18:33

Beitragvon snow » 30.01.2008, 13:22

Freut mich, dass es ihm besser geht. Dann drücke ich die Daumen, dass er nichts nachbehält.

Regelmäßiges Entwurmen sollte bei den heutigen Haltungsbedingungen schon Standard sein. Selbst bei optimaler Haltung ist es wohl kaum möglich seine Weiden Wurmfrei zu bekommen.

Ich hatte auch mal ein sehr verwurmte Stute von einem Züchter erhalten. Die ist mir auch bei der ersten WK fast drauf gegangen. OK, war nicht ganz so schlimm wie bei euch mit Klinik. Aber so viele verschiedene Wurmarten die in einem Pferdehaufen waren, habe ich nie wieder gesehen. Das war ganz schön gruselig und die Stute hatte nach der Wurmkur schwere Vergiftungserscheinungen, hat sich aber nach ein paar Tagen glücklicherweise wieder gut berappelt.
lg, snow

caspa
Beiträge: 376
Registriert: 09.03.2007, 14:30

Beitragvon caspa » 31.01.2008, 20:21

Hallo,
schön das es gut ausging :)
Wenn ich das so lese, hatte wir das auch schon, nicht ganz so extrem aber ähnlich.
Meine Jungs kamen ja vor gut 4 Jahren aus Österreich. Am Tag darauf hatte ich gleich den TA da um Impfungen, allgemeinen Gesundheitscheck und nötige WK durchzuführen. Alles schien bestens. Das war im Oktober.

Dann ca März nahmen sie binnen weniger Tage so viel ab, das war echt gruselig :( Bei Bottle kämpften wir auch Tage ums Überleben. Die Leberwerte waren im Keller und keiner wußte was zu tun ist. Er war so schwach das er nicht vonm allein aufstehen konnte. Dummerweise habe ich unserem TA vertraut. Zum Glück war er dann im Urlaub und es war ein ganz schlimmer Tag wir mußten den Notdienst holen. Es gab ein WK die rundum aufgräumt hat und es ging bergauf. Klar zur Unterstützung gab auch er Aufbaupräperate.
Ich habe gelernt...
Leid zu ertragen,
Schmerzen zu verbergen
und mit Tränen in den Augen zu lachen...

...nur um den anderen zu zeigen,
dass es mir ''Gut''geht
und um sie glücklich zu machen...!


Zurück zu „Gesundheit“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron