Kastration

Über Krankheiten und Handicaps bei Equiden

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caspa
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Beitragvon caspa » 01.06.2007, 20:10

Ich habe vor knapp 2 Jahren meine Jungs auf der Wiese kastrieren lassen, man hört ja schließlich auf seine TA. Kosten sollte es pro Pferd 120 mit Nachbehandlung.
Erster Fehler: es war Ende August, Zweiter Fehler: der TA war sch****, dritter Fehler: habe mich auf ihn verlassen... Bottle hat es beihnahe nicht überlebt, die Op selber lief gut ABER dann :( die Pferde bekammen Fieber, da wo eine kl Wunde sein sollte waren Fußballgroße Eiterbeulen.
Der Spaß hat mich dann einmal 800 und beim Bottle 1200 Euro gekostet. Dann habe ich einen anderen TA gerufen. Zusätzlich sind Beide ca 6 Monate vor Männern weggelaufen, so richtig durch die Zäune :(
In der KLinik hätte ich um die 250 gezahlt und es wäre sicher nicht so mies gelaufen.

anonyma
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Beitragvon anonyma » 01.06.2007, 20:43

Hai
wieso selber schon vorher waschen und rasieren ?!
Ist doch nicht nötig und würde IMHO die Hühs nur irritieren.

@Caspa: Ende August ist auch sehr schlecht gewählt. Mein TA meinte gleich: spätestens Anfang Mai, sonst gehen die Fliegen zu arg dran. Dann sachte Bewegung usw. damit das nicht so anschwillt. Da wurde auch alles desinfiziert, die Geräte im sterilen Topf mitgebracht, usw. Seine Frau - selber TA hat die Narkose gesetzt und ständig überwacht. Also ich fand meine Jungs in recht guten Händen. Ich war ja auch mit dabei - lasse meine Jungs da doch nicht alleine durch gehen. Er war auch beim Aufwachen lassen sehr vorsichtig, hat die Jungs selber gehalten beim Aufstehen usw.
Nee, meiner ist/war schon ganz vernünftig, kam relativ frisch aus der Klinik, als wir ihn kennenlernten. Inzw. hab ich zwar nen andren TA, aber trotzdem :)
Allerdings hat trotzdem mein Spezialo seit dem noch weniger TA an sich ran gelassen, er hat das schon begriffen irgendwie. Leider.

Grüßle
Trixi

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snow
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Beitragvon snow » 01.06.2007, 21:36

kleinespony hat geschrieben:... der Hafi macht sogar beim Rennen irgendwie so Geraeusche im Bauch, und sooooo selten sind Komplikationen ja auch nicht...


Dabei handelt es sich jetzt aber nicht um das eher typische "Luft im Schlauch"-Geräusch, was nicht nur Wallache, sondern auch Hengste manchmal haben, oder?!? Und was jetzt glaube ich nicht weiter schlimm ist, sich aber schon arg komisch anhört?!!

Übrigens kann ich nicht zu Schauermärchen bei Kastrationen beitragen. Die Kastrationen in meinem "näheren" Umfeld sind alle glatt gelaufen. Da waren welche auf der Weide dabei und auch welche die beim TA und in einer Klinik kastriert wurden. Auf der Weide fand ich am komplikationslosesten. Pony war schon nach 2 Stunden wieder völlig normal und fit und ist am nächsten Tag schon wieder ordentlich rumgetobt.

Will jetzt zwar auch nichts verharmlosen, aber so häufig kommt es dann doch nicht zu Komplikationen. Ich bin allerdings selber froh, dass ich mir damals aus Naivität nicht so viele Gedanken gemacht habe (waren ja noch nicht mal meine Ponies). Heute würde ich mir wohl aber auch viel mehr Gedanken machen :?

caspa
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Beitragvon caspa » 01.06.2007, 23:01

@ Trixi, ja ist ja schon klar. Aber da ich soetwas noch nie mitgemacht hab und den TA mehrmal gefragt habe ob es sinnvoll sei wegen der Insekten... da dachte ich schon das es so wie er sagt richtig sei. Mir wäre es auch zeitlich nicht auf ein paar Monate angekommen, wobei sie schon "anstrengend" wurden.

Muß gestehen, das ich bis dahin nur Pferde zu versorgen hatte, dies zwar auch allein, aber OP`s, damit mußt ich micht nicht auseinander setzen :(

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Beitragvon anonyma » 02.06.2007, 07:35

Hai
ich hab früh (schon beim ersten Hund) gelernt, dass man alles hinterfragen muss und sich selber so gut wie möglich informieren muss. Zur Not ne zweite oder dritte Meinung holt. Die Kastrationen waren auch meine ersten. OPs kannte ich schon - durch die Hunde und auch von den Pferden her. Wenn man wie ich mit alten kranken Pferden anfängt, dann macht man sich zuerst über OPs und Einschläfern Gedanken. Auch wenns blöd klingt. Ich gerade ungern in Situationen wo ich im Stress entscheiden muss über Sachen, von denen ich in dem Moment keine Ahnung habe.
Leider hab ich auch gelernt, dass es extrem viele Pfuscher unter TA wie Ärzten gibt, auch hier hilft nur: hinterfragen, selber informieren. So traurig das auch ist.
Von soher haben wir hier immer die gerade besten TAs, die erstmal Wissensstandmäßig abgeklopft werden, bevor sie an meine "alten" kranken Gäule dürfen ;) Wir haben schon mehrere TAs vom Haus verwiesen.

Grüßle
Trixi

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Beitragvon Drachenpony » 02.06.2007, 08:09

Die TÄ bei uns machen das gar nicht auf der Weide. Und die TÄ, die die OP jetzt durchführt, meinte dazu noch, das bei einem 3-jährigen die Samenstränge schon zu groß seien, da muss man vorsichtig und sehr genau ran.
Gruss
Martina

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Beitragvon anonyma » 02.06.2007, 08:56

Hai

Aeh, wenn ich manche Kliniken so von innen betrachte, da war meine kleine kaum benutzte Wiese (extra kurzgeschnitten dafür) aber tausendmal sauberer ! Dann haben wir noch ein extra schönes Stückchen ausgesucht. Und die nicht vorhandenen Komplikationen sprechen dafür, gegenüber dem, was man aus manchen Kliniken so hört :(

Die Jungswaren ca. 1 Jahr alt - also alles noch im Rahmen. Und wie geschrieben: so ab drei Jahre alt, schickt er auch in die Klinik. Oder wenn er Komplikationen befürchtet.
Aber ich hatte da auch einen guten FachTA für Pferde, der jahrelang in einer Großklinik für Pferde war und sogar Augenops durchgeführt hatte. Der weiss genau, was er tut und was nicht ;)
Mein jetziger TA ist genauso gut.

Gruss
Trixi

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Beitragvon Ginge(r) » 03.06.2007, 23:18

@Drachenpony:
Wenn ich mich richtig erinnere :roll: (ich meine dazu hätte der Rene mal was in einem der Beisteller Foren geschrieben) liegt das Problem bei *älteren* Hengsten nicht nur bei der Größe der Samenstränge sondern auch darin, dass das Gewebe wo geschnippelt wird v.a. auch viel stärker durchblutet ist, was dann in der OP Komplikationen geben kann.
LG Ginger

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Beitragvon Drachenpony » 04.06.2007, 08:19

So, habe gerade mit der TÄ telefoniert, als ich ihn gestern abgeliefert hatte, war sie nicht da. Mein Joschi kommt gleich unters Messer :(, wird als bedeckte Kastration gemacht. Vorher machen sie noch eine Blut-Schnellanalyse, da die Daten vom kleinen Blutbild ja nicht sofort verfügbar sind. Aufgrund seiner bisherigen Haltung können wir leider Organschäden noch nicht ausschließen :? , ich bibbere jetzt natürlich, das alles in Ordnung ist. Einen munteren Eindruck hatte er gestern aber glücklicherweise gemacht.
Gruss

Martina

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Beitragvon caspa » 04.06.2007, 09:08

*Daumendrück* Wir schon alles gut gehen :wink:

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Beitragvon juna » 04.06.2007, 11:11

Wenn die Klinik auf solche "Eventualitäten" eingestellt ist und darauf Rücksicht nimmt, geht bestimmt alles gut!
Klingt doch soweit alles sehr solide,...

Ich drück die Daumen!
Keep "KUH"l!
juna

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Beitragvon Drachenpony » 04.06.2007, 11:46

Die OP hat er gut überstanden, stand auch schon um 11.15 Uhr wieder und hat geäpfelt. Werde ihn heute Abend besuchen, wollte eigentlich aus Zeitgründen erst morgen hin, aber das halte ich nicht aus :oops: .
Gruss

Martina

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Beitragvon snow » 04.06.2007, 11:48

Hei, dann ist doch das schlimmste schon vorbei :) . Ich drück aber auch weiterhin die Daumen und freu mich schon, wenn wir dann auch mal Fotos von dem frischen Wallach zu sehen bekommen :wink:

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Beitragvon juna » 04.06.2007, 13:20

:D schön!
Dann mal schnell hin zum Krankenbesuch,...ich hätte es auch nicht Zuhause ausgehalten, kann Dich da gut verstehen :wink:
Keep "KUH"l!

juna

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Beitragvon Ginge(r) » 04.06.2007, 22:07

Oh das ging ja jetzt schnell! Freut mich dass er alles so gut überstanden hat :-) wie gehts ihm denn inzwischen?
LG Ginger


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