Arthroskopie des Schultergelenks

Über Krankheiten und Handicaps bei Equiden

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juna
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Arthroskopie des Schultergelenks

Beitragvon juna » 05.04.2007, 17:33

Hallo, der 4jährige Miniwallach meiner Freundin geht seit Monaten lahm, nach mehreren Fehldiagnosen, TÄ, THP und Klinikbesuchen steht nun fest, dass die Ursache im Schultergelenk zu finden ist. Er hat im Schulterbereich einen "Chip", allerdings liegt der nicht (mehr?) im Gelenk. Das Gelenk selber weist Deformationen auf, ähnlich wie bei HD in der Hüfte.
Nun soll die Schulter arthroskopiert werden, im Internet konnen wir darüber nichts finden.
Hat jemand von Euch schonmal ein Pferd im Schultergelenk athroskopieren lassen?
Keep "KUH"l!
juna

Provo
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Beitragvon Provo » 06.04.2007, 23:55

Bezüglich eigener Schützlinge musste ich damit bisher keine Erfahrung machen...habe aber zu Famulanten-Zeiten im Studium schon bei Arthroskopien des Schulter-Gelenks assistiert:


Gegenüber konventionellen Operationen ist eine solch' minimal-invasive Manipulation die deutlich schonendere Methode und die Patienten erholen sich in der Regel recht fix.

Arthroskopische Incisionen haben prinzipiell unter General-Anästhesie ("Voll-Narkose") zu erfolgen.

Die entsprechende Stelle wird geschoren...gereinigt...desinfiziert...dann das Gelenk vor der eigentlichen Arthroskopie punktiert und mittels Spül-Flüssigkeit dilatiert.

Probleme und Komplikationen (wie etwa Infektionen) sind bei einer korrekt und hygienisch durchgeführten Intervention dieser Art sehr selten...und letztlich insbesondere abhängig von Erfahrung und Gespür des "sezierenden" Docs.

Nach der OP wird das Gelenk noch gründlich gespült...die Schnitte final geklammert.


Bei Interesse an anatomischen respective chirurgischen Details, schaue ich auch gerne mal in meiner Literatur!

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juna
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Beitragvon juna » 04.01.2008, 16:17

Hallo, der lütte Joey hat die OP gut überstanden, er hatte einen Knochensplitter im Gelenk, der die Knorpelschicht zerstört hat. Durch die vielen Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen wurde leider wertvolle Zeit verschwendet, der Knorpel ist z.T. irreperabel zerstört. Joey ist zwar auf dem Wege der Besserung, wird aber ein Handicap zurückbehalten.
Seine "Mama" tut aber alles, um die Schäden so gering wie möglich zu halten. Nach über einem halben Jahr Nachsorge und Gymnastik geht Joey inzwischen im Schritt fast klar.


:arrow: es ist echt immer wieder heftig, wie oft es zu Fehldiagnosen kommt und welche Nachwirkungen diese mit sich bringen!
In diesem Fall hat es ein junges Pony zum "Handicaptier" gemacht und der Besitzerin viele Tränen und Nerven gekostet. Dass das Konto ebenfalls leergefegt ist, ist ja klar :roll:
Es wäre wirklich schön, wenn TÄ sich grundsätzlich rechtzeitig eingestehen würden, dass sie nicht weiterwissen und in diesem Zuge auch in Spezialkliniken "überweisen" würden!
Keep "KUH"l!

juna


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