Pferde "retten" mal anders

für Equiden in Gefahr

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Pferde "retten" mal anders

Beitragvon administratorin » 05.07.2008, 11:07

Die Situation kennt ihr bestimmt alle: Ihr fahrt so durch die Gegend oder es ist evtl. sogar die direkte Nachbarweide und ihr seht dort irgendwelche Missstände. Die Art der Missstände ist vielfältig, das fängt an beim Stacheldrahtzaun, wo sich womöglich sogar schon ein Pferd verletzt hat, oder die Pferde sind viel zu dick, das eine oder andere hat schon deutliche Rehe-Anzeichen, oder aber auch Giftpflanzen, nur um einige Beispiele zu nennen.

Was macht ihr dann?

Konkret in meiner Nachbarschaft habe ich grad so einen Fall. Es ist ein recht großer Stall. Letzten Herbst/Winter sind dort 5 Pferde an mysteriösen Koliken gestorben. D.h. so wie die Leute erzählen, hat der TA schon Kolik aufgrund der Symptome diagnostiziert und auch behandelt, aber es waren wohl auch Zweifel vorhanden, dass das ganze evtl. andere Hintergründe hat.

Meiner Meinung nach könnten das ganze Vergiftungs-Erscheinungen sein. Zum einen von den sehr vielen Eicheln, die deren Weiden umgeben und von denen es gerade letzten Herbst mehr als sonst gab und dann interessiert es dort auch niemanden, dass Jakobskreuzkraut auf den Weiden steht (und somit vermutlich auch auf deren Heuweiden).

Ich habe die Leute, die ich dort kenne, allesamt drauf angesprochen und meine Bedenken frühzeitig geäußert und gemeint, sie sollen doch die Eichen mal so abzäunen dass die Pferde nicht an die Eicheln kommen und auch mal was gegen das JKK tun.
Passiert ist leider nichts! Auf der direkten Nachbarweide habe ich einige JKK-Pflanzen rausgeholt (waren allerdings auch nicht sooo viele), aber eine Weide weiter wuchert das Zeug vor allem am Rand der Weide und die Weiden sind total kurzgefressen. Heu gibt es natürlich nicht zusätzlich, so dass ich auch schon gesehen habe, dass die Pferde sich auf der einen Weide an uralten gammeligen Silage-Ballen gütlich getan haben, die dort einfach mal so entsorgt worden sind.

Hmm, ja soweit erstmal. Irgendwelche Ideen, wie man den Pferden helfen kann?!?

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Beitragvon juna » 05.07.2008, 13:25

Ja, typische Situation, machen kann man nur wenig... :(
Ansprechen, Aufklären, dann evtl. VetAmt einschalten.
Da die meisten Mängel für das VetAmt uninteressant sind, bliebe bei hartnäckiger Ignoranz der Besis nur noch hartnäckigeres Einmischen oder eben Wegschauen :?
Ich persönlich neige letztendlich dann meist dazu wegzuschauen *schäm* Allein schon deshalb, weil ich von denjenigen, die am meisten Mist bauen oft auch noch abhängig bin... "Kuhdorf" eben...




PS: Es wird Zeit, dass JKK auch in D meldepflichtig wird!
Keep "KUH"l!
juna

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Beitragvon Ginge(r) » 05.07.2008, 22:18

Ich quatsch die Leute in so einem Fall meistens gleich an :-P entweder sage ich ganz direkt, was mir aufgefallen ist und welche Folgen das u.U. haben kann oder erst nachdem wir zunächst anders ins Gespräch gekommen sind, je nachdem wie ich das einschätze und gerade so drauf bin ;-) da du das ja schon versucht hast, aber die wohl praktisch nicht darauf eingehen, würde ich in der Situation vielleicht noch andere da vorbeischicken, dass die die deswegen auch mal ansprechen - je mehr sich *beschweren* desto eher sehen die sich womöglich dazu gedrängt was zu tun. Zusätzlich evtl. anonym zur Info einen Artikel oder sonstigen Schrieb zu dem Thema gut sichtbar an der Weide anbringen, wobei die Quelle natürlich möglichst seriös wirken sollte (bsw. von einem TA geschrieben oder aus einem Fachjournal etc.). Oder du probierst es mal auf die ganz nette Art und bietest deine Hilfe an :-) falls du die Zeit dafür erübrigen kannst und nicht das Gefühl hast, dass deine Gutmütigkeit daraufhin schamlos ausgenutzt wird. Das ist so das, was mir spontan dazu einfällt.
LG Ginger


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