Lübeck: 14.07. Nord Demo - Tierpark schliessen!

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Lübeck: 14.07. Nord Demo - Tierpark schliessen!

Beitragvon administratorin » 24.06.2007, 13:17

Aufruf zur 7. Antispeziesistischen Nord-Demo gegen den Tierpark Lübeck am Sa, den 14. Juli 2007

Der Zoo ist ein Gefängnis für Tiere. Er steht in einer blutigen Tradition der Tier- und Menschenverachtung. Noch im letzten Jahrhundert wurden als "exotisch", und "wild" bezeichnete Menschen wie Indianer und Afrikaner gemeinsam mit den nichtmenschlichen Tieren in Zoos ausgestellt (Völkerschauen bei Hagenbeck). Der Zoo ist keine "Arche Noah". Er ist ein Wirtschaftsunternehmen, das einzig und allein darauf abzielt, möglichst viel Profit aus den Inhaftieren herauszupressen. Der Zoo Lübeck steht kurz vor der Schließung.
Am 14. Juli 2007 wollen wir für die Freilassung der hier 110 gefangenen nichtmenschlichen Tiere kämpfen. Zeigt eure Solidarität mit den Opfern speziesistischer Gewalt - kommt heraus zum 7. Antispeziesistischen Tierbefreiungsblock am 14. Juli 2007 in Lübeck! Für eine herrschaftsfreie Gesellschaft - 7. AntispeBlock UnterstützerInnengruppe Nord.
Ablauf: 13 Uhr Treff auf dem Marktplatz + Infostände Ab 13:30 Uhr Demoblock durch die Lübecker Innenstadt. Währendessen: Hip-Hop Live-Musik mit Albino.
Danach Soliveranstaltung + Konzert auf der Walli/Alternative, Willi-Brandt-Allee

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Drachenpony
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Beitragvon Drachenpony » 25.06.2007, 08:37

Wohin kommen denn die 110 Tiere, in dem Fall einer Schliessung?
Gruss
Martina

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Beitragvon administratorin » 25.06.2007, 12:50

Erst nochmal ein paar mehr Infos zum Lübecker Zoo allgemein:

Tierpark Lübeck

Der Tierpark Lübeck existiert seit 1952 im Stadtteil Israelsdorf. Damals lag der „Bestand“ bei 340 anderen Tieren, heute sind es noch ca. 110; darunter drei Schimpansen, ein Braunbär, Kamele, ein Leopard – aber auch Meerschweinchen und andere sogenannte „Haustierarten“ werden hier gefangen gehalten.
In einem Ranking des Magazins ‚Stern’ im Jahr 2000 landete der Tierpark Lübeck auf dem letzten Platz. Die menschliche Bewertung lautete damals: „Miserabel“. Doch spielt eine solche „Bewertung“, ganz gleich wie sie ausfällt, keine Rolle: Die anderen Tiere, die Gefangenen, können nicht gefragt werden. Sie sind diejenigen, die gezwungen werden, hier zu „leben“. Ein Leben hinter Gittern und hinter Mauern! Auch bei einer positiveren Bewertung durch den Menschen ist und bleibt jeder Zoo immer ein Ort der Gefangenschaft, des Wahnsinns und des Todes: Isolationshaft für fühlende Individuen. Oftmals entwickeln die hier eingesperrten und ausgestellten Tiere stereotypes Verhalten und psychische Störungen, sodass dort nie „natürliche“ Verhaltensweisen beobachtet werden können, wie es die Zoobetreiber den BesucherInnen immer wieder gerne weis machen wollen. Das Argument der „Bildung“ und der Entwicklung von „Verständnis für Tiere“ durch Zoobesuche wird somit von vornherein entkräftet. Das Dahinvegetieren eines Lebewesens in der Gefangenschaft des Zoos ist nicht „artgerecht“! Ein „artgerechtes“ Leben kann niemals Gefangenschaft, sondern immer nur Freiheit und Selbstbestimmung bedeuten.
Schon zwischen 1989 und 1993 gab es Proteste gegen den Tierpark Lübeck, die damals zu einem Verbot von Neubelegung und Nachzucht von „Wildtieren“ führten. Seit 2005 wird versucht, gezielt Druck auf den Zoo und seinen Betreiber Günter Lehmensieck auszuüben. So wurden in den letzten zwei Jahren zahlreiche Mahnwachen, Demos und andere Aktionen organisiert. Auch offizielle Wege wie Gespräche mit der Stadt Lübeck, Sammeln von Unterschriften, die dann der Bürgerschaft übergeben wurden, usw. blieben nicht unversucht, um auf die Situation der hier eingesperrten anderen Tiere hinzuweisen und die endgültige Schließung des Zoos zu erzwingen. Aber das hat bisher nicht gereicht.


Für die Inhaftierten des Tierparks Lübeck gibt es Hoffnung

Dem Tierpark bleiben die BesucherInnen mehr und mehr fern; so verringerten sich z.B. die BesucherInnnenzahlen im Jahre 2005 um etwa 50%. Die sinkende Anzahl an hier gefangenen anderen Tieren und der Zustand der „Gehege“ weisen zudem auf finanzielle Probleme des Betreibers hin. Wenn wir es jetzt schaffen, vermehrt Druck auszuüben und mehr Öffentlichkeit erreicht wird, können wir die Schließung des Tierparks in greifbare Nähe rücken!

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Beitragvon juna » 25.06.2007, 12:56

Das interessiert mich auch sehr:

Wohin kommen denn die 110 Tiere, in dem Fall einer Schliessung?


Gibt es ne vollständige Liste der Gefangenen?
Gibt es schon Pflegestellen für alle?
Organisiert das schon irgendwer?
Keep "KUH"l!
juna

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Beitragvon snow » 25.06.2007, 13:00

@ Drachenpony: Die Tiere gehören ja erstmal noch dem Zoo-Betreiber Ehepaar L. und das würde sich durch eine Zooschließung ja nicht automatisch ändern. Für einige Wildtiere, wie z.B. für die Affen und auch den Bären gab es zumindest schon Platzangebote, die von L. bisher abgelehnt wurden. Es liegt also hauptsächlich am Ehepaar L. was mit den Tieren passiert.

Die Zustände in denen die Tiere jetzt leben, bezeichne ich als untragbar. Bei den Ponies, wo ich den Zustand noch am besten beurteilen kann, kamen mir die Tränen. Ich verstehe nicht, warum das Vet-Amt da nichts unternimmt, aber das kennt man ja leider schon fast nicht anders. Da muss das Tier schon irgendwo halbtot liegen, bevor die einen Handlungsbedarf sehen :cry:

Da die meisten der 110 Tiere so genannte Haustiere sind, sollten jedoch bei anderweitigen Unterbringungen keine Probleme entstehen (so denn dass Ehepaar L. daran interessiert ist, diese in ein schönes Zuhause zu vermitteln).


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