Verwahrloste Rinder auf einem Bauernhof

für Tiere in Gefahr

Moderatoren: snow, Ginge(r)

Carlo
Beiträge: 58
Registriert: 14.01.2008, 20:15
Wohnort: Niedersachsen

Verwahrloste Rinder auf einem Bauernhof

Beitragvon Carlo » 14.03.2008, 10:26

Huhu ihr Lieben,

ihr kennt euch doch mit Rinderhaltung und Behörden aus. In dem Forum

TierschutzohneGrenzen

steht unter:

Aktuelles: Neueste Nachrichten

Dringend wer weiß Rat? Welche Behörde ist zuständig?

Es geht dort um verwahrloste Rinder und Kälber, deren mittelloser Besitzer im Krankenhaus liegt. Keine Behörde oder sonst wer fühlt sich zuständig, zu helfen. Die Tiere sind sich fast selbst überlassen.

Vielleicht könnt ihr der Nachbarin, die diesen Hilferuf eingesetzt hat, einen Tipp geben?

LG

Carlo

Benutzeravatar
juna
Site Admin
Beiträge: 5496
Registriert: 10.11.2006, 18:49
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon juna » 14.03.2008, 10:57

Ja, ist der selbe Fall, der bei mir über den Verteiler kam. Tatsächlich IST das VetAmt für soetwas zuständig! Die müssten nun eigentlich die Versorgung der Tiere organisieren und ggf. weitere, rechtliche Schritte einleiten.
Man könnte nun noch versuchen einige Tiere bei Tierschützern unterzubringen, allerdings kann der Besitzer nicht einfach mal so enteignet werden, somit könnte er entweder die Tiere zurückfordern oder eben zumindest ihren Gegenwert, abzüglich der Pflegekosten.
Mich verwundert es, dass das VetAmt hier scheinbar so "planlos" ist... eigentlich sind solche Fälle doch nicht gerade selten :?
Das VetAmt hat doch auch den Überblick darüber, welchen Gesundheitsstatus die Tiere des Hofes besitzen. Diesbezüglich stehen die auch im engen Kontakt zur Tierseuchenkasse, welche wiederum die Kosten für den Abdecker übernimmt, sofern der Bauer in die TSK eingezahlt hat (was Pflicht ist und ebenfalls streng kontrolliert wird).
Keep "KUH"l!
juna

Benutzeravatar
Ginge(r)
Beiträge: 5662
Registriert: 10.11.2006, 15:58

Beitragvon Ginge(r) » 14.03.2008, 11:28

Wenn das Vet Amt nichts tut, obwohl es dafür eigentlich zuständig wäre, könnte man die übergeordnete Stelle (d.h. den Landestierschutzbeauftragten oder das Landratsamt) informieren - bei so einem umfangreichen Fall besteht dann aber immer die Gefahr, dass die Tiere einfach zwangsgetötet werden :? vielleicht kann ein örtlicher TSV helfen? Oder mal bei der Landwirtschaftskammer anfragen - in manchen Regionen gibt es wohl so eine Art Ring, wo sich Bauern bei solchen Notfällen gegenseitig vertreten.
LG Ginger

Benutzeravatar
juna
Site Admin
Beiträge: 5496
Registriert: 10.11.2006, 18:49
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon juna » 14.03.2008, 13:18

Code: Alles auswählen

.....ganz schnell erzählt (Großraum Köln/NRW/ländlich):

 

ein Bauer ist am Montag schwerst krank ins Krankenhaus gekommen und der ganze Hof (34 "verhungert-dürre" Kühe, viele Rinder + Kälber und 40-50 Schafe) ist alleine....mit ach und krach habe ich das Kreis-Vet informieren können und über 8-Ecken ist dann endlich ein sogenannter Landwirtschaftshelfer gekommen, zum Melken und zum Füttern.....der tut nur das Nötigste..ist nur morgens und abends kurz da...Kälber stehen in den Kälberkäfigen, Eins hat Kälberlähme und offene Beine (schrecklich).....Rinder stehen auf Spaltböden mit Verbindung zum Jüllefass (unterirdisch) und das ist so voll, das jetzt die Jülle rückwerts kommt...sprich, in den Rinderstall zurück läuft...*seufz*...die Rinder stehen z.Zt. in 20 cm flüssig-matsche Jülle !!!!!

Das Kreis-Vet ist von dieser Situation vollkommen überfordert und weiß sich nicht zu helfen...habe eben mit der Kreis-Vet-Ärztin gesprochen....keiner sieht sich irgendwie zuständig....keiner weiß, an wen man sich wenden muß, was zu tun ist (!!!)....angeblich hatten sie noch nie so eine Situation....

Der Bauer ist hoch verschuldet, mit allen Menschen schwerst verkracht und hat keine einzige müde Mark in der Tasche, sodas auch kein Lohnarbeiter angestellt werden kann..... :0(((((

- Welche Behörde kann man noch einschalten ?

- Wer kann da sofort helfen ?

- Wer muß helfen ?

3 Kühe mußten sofort eingeschläfert werden, liegen am Hof und bluten aus allen Löchern... :0((( .....der Abdecker sollte heute kommen, iss er aber nicht, wahrscheinlich, weil er kein Geld kriegt......keineAhnung.....

Ich sitze hier als Nachbar und weiß mir auch nicht zu helfen, außer das Kreis-Vet-Amt immerzu zu nerven...aber die Ärztin weiß nicht zu helfen...sie ist z.Zt. hilflos...

 

Was kann man tun ?????

 

+++++++++++++++++++++++++++++++

 

 

Wer weiß einen Rat ? Feedback an mich......Dankeeeee....

 

 

Tierliebe Grüße
Cordula Lützenkirchen
und die 4-beinige Rasselbande :0))
(Pflege- und Vermittlungsstelle für Tierfreunde Rheinland)
cocochanel6666@aol.com
Keep "KUH"l!

juna

Carlo
Beiträge: 58
Registriert: 14.01.2008, 20:15
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon Carlo » 14.03.2008, 14:22

Ups, ich hatte nicht gesehen, dass der Hilferuf hier schon eingestellt war :oops:

Die Nachbarin des Landwirtes hat eure Antworten hier gelesen. Sie bedankt sich dafür recht herzlich.

Per mail hat sie mir mitgeteilt, dass sie aufgrund der guten Ratschläge das Vet.-Amt weiter "nerven" wird. Sie hat damit gedroht, den Regierungspräsidenten von Köln einzuschalten.

Das Ordnungsamt ist wegen der Abfuhr der Gülle auch informiert. Die Tiere werden jetzt zumindest morgens und abends von einem Betriebshelfer gemolken und gefüttert. Der Betriebshelfer kommt von der Landwirtschaftkammer.

Ob versucht wird, Tiere anderweitig unterzubringen bzw. zu retten, weiß ich leider nicht. Man kann sich aber mit der Nachbarin des Bauern in Verbindung setzen. Die mail-adresse steht unter dem Hilferuf.

LG Carlo


Zurück zu „"Nutztier" in Not“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron