Kuhkalb mit Hasenscharte

Über Krankheiten und Handicaps bei Rindern

Moderatoren: snow, Ginge(r), Dunni

Pat
Beiträge: 43
Registriert: 05.04.2007, 21:12
Wohnort: Südbayern (zwischen EBE und RO)

Kuhkalb mit Hasenscharte

Beitragvon Pat » 04.07.2008, 01:08

hat jemand eine Ahnung, was bei einem Kuhkalb mit Hasenscharte (sowie evtl. offener Rachen) zu machen ist? Mein Nachbar hat einen solchen Fall und ist ratlos. Derzeit Sondenernährung, da auch Schluckbeschwerden. Rechte Oberkieferhälfte ist etwas deformiert.

Erfahrungen über OP's in ähnlichen Fällen? Prognosen? Ich denke an chirurgischen Eingriff.... und vielleicht spätere Weichfutterfütterung (Cobs?).

Im Web konnte ich keine Dokumentationen zu solchen Fällen finden.

Benutzeravatar
juna
Site Admin
Beiträge: 5460
Registriert: 10.11.2006, 18:49
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon juna » 04.07.2008, 08:26

Hallo!
Das arme kleine Wesen :(
Ich weiss, dass ich darüber schon mal etwas gelesen habe, nur finde ich es nimmer :oops:
Auf jeden Fall kommt es bei Kälbern schon öfter mal zu Missbildungen jeglicher Art, die Gaumenspalte gehört da auch mit zu.
"Nur" die Hasenscharte allein wird das Rind wohl nicht beeinträchtigen, daher hoffe ich, dass es nur das ist!

Die Tierklinik Hannover kennt sich mit Missbildungen sehr gut aus. Die sind auch am Telefon sehr freundlich! Da könnte man auch noch mal nachfragen.

Hier ist die Rede von einem 2-jährig getöteten Rind mit Gaumenspalte:

Code: Alles auswählen

http://www.schattauer.de/index.php?id=1673&no_cache=1&artikel=20819


War denn der TA bisher nicht dazu in der Lage richtig zu schauen, ob der Rachen intakt ist? Zumindest als er die Sonde gelegt hat, hätte er das doch genauer untersuchen müssen *grusel*
Mein Vorschlag wäre nun: Abkaufen und ab in die Klinik! Bevor da keine ordentliche Diagnose steht, kann man da ja nur wenig zu mutmaßen.
Falls keine Rettung möglich ist, wäre die Euthanasie immer noch schonender, als bereits als Milchkalb beim Metzger vu landen.

Bei einem "Wolfsrachen" gibt es wohl schon die Möglichkeit der OP, Familie Bess haben doch auch ein Kalti mit Wolfsrachen. Allerdings birgt diese OP, wenn ich mich recht erinnere viele Risiken und ist recht unerprobt, deshalb und weil sie auch so zurechtkam, wurde Katinka doch nicht operiert.
Keep "KUH"l!
juna

Benutzeravatar
Ginge(r)
Beiträge: 5605
Registriert: 10.11.2006, 15:58

Beitragvon Ginge(r) » 04.07.2008, 21:45

Nur eine gespaltene Lippe wäre wohl wirklich nicht so das Problem, aber wenn das Kälbchen über Sonde ernährt werden muss, ist da bestimmt noch mehr nicht in Ordnung :-( ob ein offener Gaumen die Ursache ist und welches Ausmaß der Defekt hat, kann ein TA eigentlich recht leicht und eindeutig erkennen, wenn er gezielt darauf untersucht.
Wenn die kleine Kuh schon beim trinken solche Beschwerden hat, dass da ohne Schlauch nix geht, führt an einer OP (falls das Übel denn so ein "Wolfsrachen" sein sollte) wohl kaum ein Weg vorbei :-( der Eingriff ist aber ziemlich kompliziert und meist eine größere Sache :-( die Prognose leider nicht gerade günstig, bsw. weil sich die Nähte oft vorzeitig lösen.
Unbehandelt erliegen davon beeinträchtigte Tiere früher oder später für gewöhnlich den sehr unschönen Folgen ihrer Missbildung.
Für einen Bauer ist die teure OP natürlich völlig unwirtschaftlich - daher schließe ich mich der Meinung von Juna an, das Kalb möglichst rauszukaufen und in eine Klinik zu bringen oder es (wenn die Chancen auf Heilung laut TA zu schlecht stehen) wenigstens einschläfern zu lassen.

Das habe ich dazu noch vom René gefunden - in dem Text ging es zwar damals um ein Fohlen, aber bei Rindern wird das sicherlich nicht viel anders sein:
Provo hat geschrieben:(...)
Eine solche Gaumen-Spalte (Palatoschisis totalis bzw. partialis) ist eine entwicklungs-physiologische und daher kongenitale (d.h. angeborene) Miss-Bildung inform eines unterbliebenen oder unvollständigen Gaumen-Schlusses der embryonal zunächst paarig angelegten Gaumen-Strukturen, welche entweder isoliert oder auch als Teil-Symptom komplexerer Spalt-Bildungen auftreten kann und vermutlich unter anderem genetisch prädispositioniert (und demnach auch vererbbar) ist.

Erkannt wird dieses Handycap schon beim Neu-Geborenen spätestens anhand des Reflux von Milch aus den Nüstern, da durch den offenen Gaumen beim Abschlucken eine gewisse Futter-Menge in die Nasen-Höhle gelangt...was zum einen zur unzureichenden Nahrungs-Zufuhr im Flüssigkeits- und Nährstoff-Haushalt führt...zum anderen durch den Weg solcher Partikel in die Lunge ein enormes Risiko für Aspirations-Pneumonie (mit nicht selten tötlicher Folge) birgt...und daher unbedingt behandelt werden muss!

Magen-Geschwüre treten dadurch wohl nicht direkt vermehrt auf...werden aber durch Stress und Minder-Versorgung mit Sicherheit als Sekundär-Symptom begünstigt -auch dass es der Kleinen anscheinlich immer schlechter geht und sie sogar von ihrer Herde ausgeschlossen wird, lässt auf entsprechende Mangel-Ernährung (und eventuell bereits in Mitleidenschaft gezogene Atem-Wege) schließen...

Je nachdem, ob nur der harte oder auch der weiche Gaumen betroffen und inwieweit der Spalt in Länge und Breite ausgeprägt ist, richtet sich die Prognose für einen operativen Verschluss...dessen Aussichten auf dauerhafte Heilung meist leider eher gering stehen :(

Da an den Gaumen nicht ohne weiteres heranzukommen ist, handelt es sich dabei -unabhängig des fall-spezifischen OP-Aufwandes- um einen doch recht schwierigen Eingriff.
(...)

Klingt also alles nicht so toll und ich hoffe für das Kälbchen, dass der Grund für seine Probs ein anderer ist und gut behoben werden kann - alles Gute!
LG Ginger

Pat
Beiträge: 43
Registriert: 05.04.2007, 21:12
Wohnort: Südbayern (zwischen EBE und RO)

Beitragvon Pat » 05.07.2008, 11:03

juna hat geschrieben:"Nur" die Hasenscharte allein wird das Rind wohl nicht beeinträchtigen, daher hoffe ich, dass es nur das ist!
Die Tierklinik Hannover kennt sich mit Missbildungen sehr gut aus. Die sind auch am Telefon sehr freundlich! Da könnte man auch noch mal nachfragen.
War denn der TA bisher nicht dazu in der Lage richtig zu schauen, ob der Rachen intakt ist? Zumindest als er die Sonde gelegt hat, hätte er das doch genauer untersuchen müssen *grusel*
Mein Vorschlag wäre nun: Abkaufen und ab in die Klinik! Bevor da keine ordentliche Diagnose steht, kann man da ja nur wenig zu mutmaßen.
Falls keine Rettung möglich ist, wäre die Euthanasie immer noch schonender, als bereits als Milchkalb beim Metzger zu landen.


Es dürfte nicht nur die Hasenscharte sein... dann wäre das Schlucken ja eher weniger das Problem. Von Hannover erwarte ich einen Rückruf, mal schauen, was die dazu meinen.
Der behandelnde TA (ich kenne den auch) ist zwar für "Normalfälle" gut (ich hab ihn auch für meine Ziegen), aber in Sonderfällen hapert's bei ihm.
Wahrscheinlich zwangsläufig, da die Bauern bei ihren Nutztieren normalerweise eben nicht Himmel und Hölle in Bewegung setzen und SOnderfälle daher meist beim Metzger landen und nicht beim TA. Drum wundert's mich nicht, wenn da wirklich eine Gaumenspalte ist und er die nicht erkennt. Die Sonde ist nicht dauerhaft gelegt, die hat er dem Bauern dagelassen, der jetzt mehrmals täglich das Kleine damit füttert. Das Risiko, daß da was in die Luftröhre kommt oder das Kalb derart zum "Pansentrinker" wird, ist daher erheblich.

Einfach abkaufen und in die Klinik fahren... das ist leichter gesagt als getan. Ich habe ja gerade vor 1 Woche selber eine Kuh aufgenommen, füttere ein paar sog. Schlachtfohlen mit durch, habe 1 chrinisch kranke Stute...

Übrigens kam während ich diese Zeilen geschrieben habe, grad der Anruf von Hannover:
Es gibt keinerlei Erfahrungswerte, diese (wahrscheinlich sogar mögliche) OP wird bei Rindern nicht durchgeführt, weil Nutztier und als nicht wirtschaftlich betrachtet. Hannover würde die OP definitiv nicht machen.
Prinzipiell könne der Bauer entweder einige Zeit diese Fütterung durchhalten und dann ab zum Metzger. Unoperiert ist die Prognose absolut übel, Risiko von Aspiration von Futter mit Folge Lungenentzündung etc.


Von München (LMU Rinderklinik) kam diese Antwort:
...
ich habe bisher keinen Fall der von Ihnen beschriebenen Art gesehen und kenne auch keine Berichte aus der Literatur. Daher kann ich keine Angaben zur Prognose oder Therapie machen.
Eines ist aber anzumerken: wenn das Kalb immer per Sonde mit Milch ernährt wird, wird es zum „erzwungenen Pansentrinker“, was zu erheblichen Störungen im Bereich der Vormägen führen kann. Milchaustauscher ist in dieser Hinsicht möglicherweise etwas weniger problematisch. Und dann sollte das Kalb so bald wie möglich entwöhnt werden. Insgesamt bin ich aber sehr skeptisch, dass es gelingen wird, wünsche dem Landwirt und Ihnen aber viel Erfolg.

...

also was tun? Dem Landwirt nahelegen, er soll der Kleinen die Zwangsprozedur ersparen und sie lieber gleich einschläfern lassen? Oder alles auf eine Karte setzen, jemanden finden, der finanziell sich den Versuch einer OP leisten kann und die Kleine in die Klinik nach Oberschleißheim fahren?
Der von Hanover hat noch gesagt, wenn wir jemanden finden, der diese OP bei einem anderen Großtier (z.B. Pferd) schon erfolgreich durchgeführt hat, dann könne dieser Jemand durchaus mit großer Wahrscheinlichkeit die OP auch am Kalb erfolgreich schaffen.
Ich bin sicher, daß ich darüber schon gelesen habe, weil bei teuren Turnieranwärtern ja alles gemacht wird, ich weiß nur nimmer, wo ich das mal gelesen habe.

Benutzeravatar
juna
Site Admin
Beiträge: 5460
Registriert: 10.11.2006, 18:49
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon juna » 05.07.2008, 13:14

Pat, mit "abkaufen und in die Klinik" hab ich nun nicht die OP gemeint, das bezog sich noch auf eine genaue Diagnosefindung. Denn es ist ja nach wie vor nicht klar, was da eigentlich los ist...
Es ist mir völlig klar, dass sich kaum jemand eine Gaumenspalten - OP leisten kann, erst recht niemand, der eh sein letztes Hemd für die bereits vorhandenen Schützlinge hergibt.
Ausserdem war das auch nicht als Aufforderung ("mach mal") zu verstehen, sondern nur als Vorschlag. Dass Du diese Last gerade nicht allein tragen kannst, ist sehr verständlich und ich hatte das auch nicht von Dir erwartet.
Falls es tatsächlich etwas so gravierendes ist, würde ich persönlich, schweren Herzens, zur Euthanasie tendieren und dem kleinen Wesen keine qualvolle OP und/oder eine ungewisse Zukunft zumuten wollen.
Falls es aber doch etwas sein sollte, was sich behandeln und evtl. problemlos chirurgisch beheben lassen würde, sollte die Lütte eine Chance bekommen.
Sollte es tatsächlich so sein, dass der Kleinen zu helfen ist, würde ich mich auch gern intensiv um finanzielle Unterstützung bemühen. Man kann diesbezüglich ja leider nichts versprechen aber einen Versuch ist es wert... für Mamsell konnte ja auch ein Pate gefunden werden.

Was würde der Besitzer denn für die Kleine haben wollen und meinst Du, dass ein anderer TA evtl. vor Ort bessere Diagnosen stellen könnte?
Ich hab zwar gar nichts über, würde mich aber dennoch am Freikauf und den Diagnoseuntersuchungen beteiligen!
Hauptsache die Kleine muss nicht durch die Hölle gehen!
Vllt. könnten wir hier und im Forum der SFH auch dafür "sammeln"?
Wenn jeder eine Kleinigkeit dazu gibt, müssten Freikauf, Untersuchung und falls notwendig die Euthanasie ja recht schnell zusammen kommen.

Ich hatte ja auch beim Milo ein ganz schlechtes Gefühl und letztendlich ist der kleine Kerl gar nicht so krank, wie ich befürchtet hatte :)
Keep "KUH"l!

juna

Pat
Beiträge: 43
Registriert: 05.04.2007, 21:12
Wohnort: Südbayern (zwischen EBE und RO)

Beitragvon Pat » 05.07.2008, 18:05

@juna
Vom Metzger würde der Bauer ca. 100€ bekommen, dafür würde er sie sicher auch in die Hände vom Tierschutz abgeben.
Das Problem wäre im Moment, einen tauglichen Tierarzt zu finden, der eine ordentliche Diagnose stellen kann und einen Operateur, der bei günstiger Prognose ggfs. die OP durchführen könnte.

Benutzeravatar
juna
Site Admin
Beiträge: 5460
Registriert: 10.11.2006, 18:49
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon juna » 05.07.2008, 18:11

Oh je,... gibt es da in der Gegend keinen TA, dem Du zutrauen würdest, dass er eine ordentliche Diagnose stellen kann... :(
Ich kenne das Problem, hier ist auch kein wirklicher TopTA zu finden aber so ein bis zwei hiesigen TÄn würde ich soetwas schon zutrauen.
Keep "KUH"l!

juna

Benutzeravatar
Ginge(r)
Beiträge: 5605
Registriert: 10.11.2006, 15:58

Beitragvon Ginge(r) » 05.07.2008, 22:21

Für die Diagnose dürfte ein TA für Pferde bestimmt sinnvoller sein als ein typischer Rinder Doc - bei Fohlen kommt sowas ja auch öfter mal vor und da sind die Besitzer wohl eher daran interessiert dem Kleinen zu helfen und dafür etwas Geld in eine Untersuchung + ggf. Behandlung zu stecken statt das *missratene Vieh* gleich in die Wurst zu schicken :? gibt es in der Gegend nicht vielleicht eine Klinik (für Pferde) mit geburtskundlicher Abteilung :?: die würde sich denke ich wohl am besten eignen.
Wir wären auch bereit uns finanziell etwas zu beteiligen :-) und sei es notfalls *nur* um dem Kälbchen wenigstens noch einen friedlichen Tod zu ermöglichen.
LG Ginger

Pat
Beiträge: 43
Registriert: 05.04.2007, 21:12
Wohnort: Südbayern (zwischen EBE und RO)

Beitragvon Pat » 06.07.2008, 10:44

also nun Stand der Dinge, hab jetzt nochmal rumtelefoniert:

die LMU München hat zwar so eine OP noch nie gemacht, aber wir könnten die Kleine zur eingehenden Untersuchung in der kommenden Woche vorstellen, evtl. würden sie dort auch einen OP-Versuch machen, sofern dieser Aussicht auf ein lebenswertes Leben macht.
Ich werde mal mit dem Bauern sprechen, ob er damit grundsätzlich einverstanden wäre. Sofern er im Falle des Scheiterns oder falls nur Einschläfern möglich wäre, um ihr weiteres zu ersparen, den Schlachtpreis in jedem Fall bekommt, wird er (denke und hoffe ich) keine Einwände dagegen haben.
Ist er einverstanden, dann müssten eben die ca. 100,-- (Schlachtpreis-Auslöse) aufgebracht werden und die Klinikkosten, die von Untersuchungskosten bis hin zu OP-Kosten in unbekannter Höhe reichen können, bzw. evtl. Euthanasiekosten.

Die Rinderklinik in Babenhausen habe ich auch versucht, zu erreichen, aber Sonntags ist das wohl nicht so einfach, einen der TÄe zu erwischen.

Pat
Beiträge: 43
Registriert: 05.04.2007, 21:12
Wohnort: Südbayern (zwischen EBE und RO)

Beitragvon Pat » 06.07.2008, 10:53

auch sollten wir schon mal überlegen, wer die Kleine (falls alles irgendwie doch klappen sollte) aufnehmen könnte.
Bei mir geht's nicht, da ich ja selbst eine Kuh aufgenommen habe, die in ca. 2 Monaten Mama wird, ich könnte mir höchstens als absoluten Notbehelf einen Kälberiglu von einem der Bauern ringsum ausleihen und den bei mir vor der Scheune (da hab ich eine kleine Grünfläche und einen kleinen Offenstall) aufstellen. Da wäre die kleine aber dann alleine (ich könnte ihr höchstens die beiden Ziegen als Gesellschafter auf die Grünfläche und den Offenstall tun) und das wäre wirklich nur eine absolute Notlösung, die höchstens ein paar Tage vertretbar wäre.
Falls aber auch nach OP noch einige Zeit (bis zur Abheilung) Sondenernährung angesagt wäre, das könnte ich nicht machen, da ich ja nicht dauernd zuhause bin, sondern auch ins Büro muß.

Wer hätte denn ggfs. einen Platz für sie?

Benutzeravatar
juna
Site Admin
Beiträge: 5460
Registriert: 10.11.2006, 18:49
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon juna » 06.07.2008, 11:32

Hallo,

ich wünsche der Kleinen vom ganzen Herzen, dass sie keine Gaumenspalte, sondern etwas harmloseres hat!

Die OP-Kosten werden wir hier nicht zusammen gesammelt bekommen, dafür müsste ein Sponsor gefunden werden.
Ich glaube aber nicht, dass es zu einer OP kommen wird, ... ich rechne eher damit, dass es entweder nur eine "blöde Kleinigkeit" ist, die behoben werden kann oder dass die Lütte über die Regenbogenbrücke geschickt werden muss.

Platz hab ich hier zwar, aber absolut keine finanziellen Mittel, um noch ein Rind versorgen zu können. Und ich möchte auch kein krankes Wesen von Bayern nach Hamburg karren...!
Aber wenn die Lütte überlebt, finden wir auf jeden Fall eine Lösung... das Zebu in NRW sucht noch eine Freundin :wink:
Und es gibt ja auch einige Lebenshöfe im Süden :)
Keep "KUH"l!

juna

Pat
Beiträge: 43
Registriert: 05.04.2007, 21:12
Wohnort: Südbayern (zwischen EBE und RO)

Beitragvon Pat » 06.07.2008, 12:16

von den Höfen im Süden hatte sich aber für Vroni keiner gefunden, weswegen sie ja jetzt bei mir ist...
entweder die waren voll oder haben bei Rind (mal 2) gleich abgewunken...

Benutzeravatar
juna
Site Admin
Beiträge: 5460
Registriert: 10.11.2006, 18:49
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon juna » 06.07.2008, 12:24

Ja... aber gerade bei Handicapkälbchen hätte ich da noch wen "im Auge" :wink:

Dass die bei Anfragen alle sofort erstmal abblocken ist normal :roll: darüber reg ich mich jedesmal wieder auf.
Anderseits kann ich das auch verstehen... gute Taktik, so bekommt man die Hilfesuchenden dazu das Notfalltier doch selbst zu beherbergen :wink:
Keep "KUH"l!

juna

Pat
Beiträge: 43
Registriert: 05.04.2007, 21:12
Wohnort: Südbayern (zwischen EBE und RO)

Beitragvon Pat » 07.07.2008, 19:56

lt. der Bäuerin geht es gaaanz langsam ein klein wenig voran mit der Kleinen. Sie scheint anzufangen, mit der Behinderung zu leben.
Das Aspirationsrisiko bleibt natürlich nach wie vor groß.

Sofern nicht noch Komplikationen eintreten, die ein Einschläfern notwendig machen, wären sie bereit, das Kleine auch an jemanden aus dem Tierschutzbereich abzugeben, sofern derjenige ihnen auch das zahlt, was der Metzger zahlen würde (wie gesagt, bei einem Fleckviehkalb ca. um die 100,--). Behalten wird er sie in keinem Fall, da er sie nicht als zukünftige Milchkuh einsetzen kann.

Juna, du kannst also vielleicht mal dort vorsondieren, wo du "jemanden im Auge hattest"... ich denke auch nicht, daß ein längerer Transport unbedingt problematisch sein muß. Ein Kälbchen nimmt ja in einem Hänger nicht viel Platz ein, muß nicht angebunden werden und hat dort sogar mehr Platz zur Verfügung als in einem Iglu mit Miniterasse, und auch das Alleinsein während der Fahrt halte ich bei einem Kalb für weniger problematisch als z.B. bei einem Fohlen, da die Kälber durch die typische Igluhaltung bei den Bauern das Alleinsein kennen.
Wenn "hinterher" im neuen Zuhause alles passt (Kälbergesellschaft etc.), ist eine längere Fahrt meines Erachtens ausnahmsweise vertretbar.

Schön wäre halt, wenn wir schon einen Platz wüssten, wo die Kleine dann hinkann, wenn es Hoffnung gibt.

Benutzeravatar
Ginge(r)
Beiträge: 5605
Registriert: 10.11.2006, 15:58

Beitragvon Ginge(r) » 08.07.2008, 10:39

Schade dass du sie nicht nehmen kannst, Pat :-( gerade wo deine Kuh doch auch ein Kälbchen erwartet wäre das ja sonst eigentlich ideal, damit ihr Nachwuchs einen gleichaltrigen Spielkamerad hat ;-) ein Fohlen sollte ja auch nicht allein unter Großen aufwachsen und junge Rinder toben zusammen auch nicht weniger ausgelassen über die Weide, wenn sie die Möglichkeit dazu haben - vielleicht erzählt ja die Dunni dazu mal etwas von ihren beiden Jungs :-) dann kannst du ja evtl. nochmal abwägen, ob es für dich zeitlich und platztechnisch nicht doch irgendwie machbar wäre, wenn sich ein Sponsor findet?
LG Ginger


Zurück zu „Gesundheit“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron