Kastrationsängste ;-)

Über Krankheiten und Handicaps bei Rindern

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juna
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Kastrationsängste ;-)

Beitragvon juna » 27.08.2007, 22:06

So, ich trenne mal das Kastrationsthema vom Begrüssungstext :wink: Bitte zum Thema Kastration nur noch hier posten.
Kurze Zusammenfassung:

Die Rinderjungs Milo&Amigo werden in den nächsten Wochen bzw. Monaten kastriert werden müssen, damit es nicht dazu kommt, dass Anna und Dunja gedeckt werden.
Es gibt aber verschiedene Kastrationsmethoden, die alle für sich grausam sind, jede davon hat aber ihre Vor- und ihre Nachteile :?
Darüber gibt es jede Menge Literatur:

http://www.kastration.ch/html/literatur_rind.htm

Zusammenfassend steht dort,
dass die Kastrationen immer zumindest unter Sedierung zuzüglich einer Lokalbetäubung stattfinden sollten,
dass die Quetschkastration bei ganz jungen Kälbern nicht als sehr sicher gilt, weil sich das gequetschte Gewebe tw. wieder erholt,
dass die Schmerzen bei der blutigen Kastration gleich, bei der Quetschkastration später eintreten.

Somit würde die blutige Kastration bei jungen Kälbern vermeintlich besser geeignet sein.
Das Problem ist aber, dass es zur Zeit Sommer ist und im Sommer nunmal auf Grund der fliegenden Plagegeister nicht blutig in Stall oder Weide kastriert werden sollte, da sonst das Infektionsrisiko in die Höhe schnellt.
Die Quetschkastration wiederum könnte unabhängig von der Jahreszeit durchgeführt werden, da es dabei nicht zu Wunden kommt, die ist aber bei so jungen Kälbern eben nicht als 100% sicher angesehen.
Somit hiesse es warten, bis der Herbst kommt und die Plagegeister gehen oder eben bis die Kälberhoden so entwickelt sind, dass eine Quetschkastration erfolgreich wäre.
Die beiden stehen aber mit Kühen zusammen, können und sollen dort auch nicht weg, da beide noch gestillt werden, sollen aber auch keinesfalls Nachwuchs produzieren.
M.M.n. besteht diesbezüglich auch mindestens für die nächsten zwei Monate noch keine Gefahr, Dunni&Zera sind da, verständlicher Weise, vorsichtiger.
So, dann mal los hier


:wink:
Keep "KUH"l!
juna

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Beitragvon snow » 28.08.2007, 06:39

Dazu wäre es doch mal interessant zu wissen, ab wann so klein Bullen überhaupt zeugungsfähig sind. Nur weil sie mal Ansätze machen, alles Mögliche zu besteigen, heisst das ja noch lange nicht, dass da auch gleich was bei passiert.
lg, snow

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Beitragvon juna » 28.08.2007, 09:22

Also frühreifer als Pferde sind Rinder schon, daher kastriert mein TA bei Damenkontakt 4 monatig.
Keep "KUH"l!

juna

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Beitragvon snow » 28.08.2007, 13:22

Die beiden Lütten sind doch aber gerade erstmal gut 2 Monate alt (oder hab ich mich da jetzt verrechnet?). Dann kann man doch wohl noch bedenkenlos 2 Monate warten, dann dürfte das Problem mit den Fliegen auch fast erledigt sein.

Werden Kühe das ganze Jahr durch bullig, oder machen die im Winter auch Pause? *vonsowasjakeineahnunghab*
lg, snow

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Beitragvon juna » 28.08.2007, 13:53

Die sind in eins durch etwa alle 21 Tage "bereit" :wink:
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Beitragvon Dunni » 28.08.2007, 14:32

Hallo,

also am Samstag werden die beiden per Quetschkastration zu Ochsen gemacht. Die TÄ meinte, diese Katrationsart ist ebenso sicher wie die blutige Kastration, sonst würde man sie ja nicht machen. ;-)
Wenn wir sie blutig kastrieren hätten lassen, meinte die TÄ erst in 1-2 Monaten, da dann weniger Fliegen unterwegs sind.
Aber nun steht der Termin.

LG

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Beitragvon Zera » 28.08.2007, 14:55

Huhu,

in dem einem verlinkten Beitrag wird von der Quetschkastration abgeraten..

Ich bin am überlegen, ob wir nicht doch noch bis zum Herbst warten sollten um dann eine richtige Kastration (also Enteierung) machen zu lassen...

@Dunni: Guck mal in dein E-Mail Postfach!!!

lg

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Beitragvon Provo » 28.08.2007, 15:22

In meiner veterinär-medizinischen Fach-Literatur ist die Geschlechts-Reife für Rinder mit 8-11 Monaten gelistet...inwieweit diese 'Fristen' allerdings tatsächlich 'verlässlich' sind, vermag ich aufgrund mangelnder prakischer Erfahrungs-Werte nicht wirklich zu beurteilen.

Ich persönlich würde mit einer Emaskulation der beiden Kerlchen -trotz eines gewissen 'Risikos'...welches ich momentan für doch sehr gering halte- definitiv noch warten!

Die 'sicherste' und (insbesondere schmerz-technisch) 'schonendste' Methode ist meines Wissens die chirurgische Kastration...unter General-Anästhesie ("Voll-Narkose"), versteht sich.

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Beitragvon Dunni » 28.08.2007, 15:53

Hallo,

also in dem Link steht, das die Quetschkatration (Hodensack wird mit der Burdizzozange abgequetscht) anscheinend nicht zuverlässig ist, aber die Methode mit der Burdizzo-Zange, bei der beide Samenstränge zusammengequetscht werden, bei allen Versuchskälbern zuverlässig war. :?:

LG

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Beitragvon juna » 28.08.2007, 16:22

Ja, dass das mit der Doppelquetschung sicher sein soll, sagte mein TA auch allerdings erst ab einem gewissen Alter, steht auch irgendwo in den links,...glaube ich.
Ich versuch es mal rauszukopieren,... PDF-Datei-Muffel-Ich
Keep "KUH"l!

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Beitragvon juna » 28.08.2007, 16:36

Ach ja, nochmal zur Geschlechtsreife:
Das Problem bei großen Betrieben ist ja eher, dass die da der Menge wegen die absoluten Frühstarter schnell mal übersehen, ihr würdet das ja mitbekommen!
Das Bespringen an sich, das die Lütten jetzt gerade ausüben, hat aber nicht die Absicht "zu befruchten" :wink:
Sobald sich das "geile" :oops: Verhalten einschleicht, werdet ihr das sofort merken, dass kann man eigentlich gar nicht übersehen.
Keep "KUH"l!

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Beitragvon Ginge(r) » 28.08.2007, 16:59

Ich finde die beiden für eine Kastration ehrlichgesagt wirklich noch arg jung :-( mit Rindern kenne ich mich zwar nicht aus :oops: aber mit ihren ca. 2 Monaten sind das doch noch Babys! Dass bei gemischtgeschlechtlichen Herden im landwirtschaftlichen Betrieb so jung kastriert wird liegt ja wahrscheinlich daran, dass es für die Bauern mehr Zeit und Arbeit bedeuten würde den kritischen Moment abzupassen - denen gehts aber wohl mehr um ihren Profit als ums Tier :? da habt ihr doch ganz andere Interessen und Möglichkeiten, Dunni und Zera :-) für ihre Entwicklung wäre es bestimmt gut, wenn sie nicht schon soo früh kastriert würden.
LG Ginger

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Beitragvon anonyma » 28.08.2007, 19:56

Hai

jepp - das sind noch Babys. Unsre Fohlen sind auch mit den Vorderbeinen bei unsren andren Pferden "aufgestiegen". Das war Spiel. Meist haben sie das bei den andren Kerls gemacht, seitlich, von hinten, von vorne Beine über den Hals,.... Sieht nach "umfallen" aus, ist aber nie was passiert.
Solange sie nicht ernst ausfahren - kann man das getrost ignorieren.
Da wir gemischte Herde haben, mussten unsre auch mit nem Jahr unters Messer, fand ich schon eigentlich zu früh - aber sie sind da geschlechtsreif und einer ist eh ein "Schneller".
Aber eure mit 2 Monaten zu kastrieren, finde ich definitiv nicht in Ordnung.

Gruss
Trixi

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Beitragvon Zera » 29.08.2007, 13:38

Hallo Zusammen,

Entwarnung :wink:

Wir haben uns dazu entschieden die Jungs frühestens im Herbst/Winter kastrieren zu lassen.

LG von Zera

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Beitragvon Dunni » 29.08.2007, 15:08

Hallo,

ich hab nochmal mit der TÄ gesprochen. Sie meinte auch, die Landwirte lassen die Kälber so früh kastrieren, weil sie dann besser zu handhaben sind. :roll:
Auf jeden Fall sollte man sie vor der geschlechtsreife (die TÄ meinte so mit 6-9 Monaten werden sie reif ;-) ) kastrieren lassen, weil sie dann auch bockig werden können.
Wir haben es ja an Aslan gesehen. Er wurde am 24.Oktober 2005 geboren und durfte dann im Mai 2006 mit den Kühen auf die Wiese. Dort unternahm er dann schon Begattungsversuche, obwohl er noch ziemlich klein im Gegensatz zu den Kühen war. (Und obwohl er noch nicht ausgewachsen war, hat er es geschafft, die riiiesige Anna zu schwängern!)

Die TÄ kennt übrigens nur die Quetschmethode, bei der die Samenstränge zerquetscht werden.

Naja, dann behalten Amigo und Milo ihre Eierchen noch ein wenig, viell. können wir sie im Herbst dann auch ganz entfernen lassen, ohne dass das Narkose -und Infektionsrisiko durch Fliegen so hoch ist.

LG


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