Kuh / "Kalb" Trennung wg. Absetzen - wie lange?

Alles was man wissen und beachten muss, wenn man einem Rind ein Zuhause bieten möchte

Moderatoren: snow, Ginge(r), Dunni

Pat
Beiträge: 43
Registriert: 05.04.2007, 21:12
Wohnort: Südbayern (zwischen EBE und RO)

Beitragvon Pat » 17.07.2008, 18:37

bis jetzt (noch!) habe ich ja nur die Erfahrung mit Pferden: der eine Pony-Hengst hat als 1,5 jähriger noch (da stand er noch beim Züchter im gemischten Offenstall) bei einer Kaltblutstute, die ein Fohlen bei Fuß hatte, mitangedockt. Bei Besichtigung vor seinem Kauf hat er das auch gemacht, ich war platt... und hab den "Milchbubi" prompt gekauft.

Unser eigener Zögling (bei uns geboren) musste zunächst, weil das leider der Züchter so wollte, nach dem Absetzen, zum Züchter zurück (der Kaufvertrag galt leider nur für die Stute, nicht für den "Inhalt"). Als er dann nach 10-monatiger Abwesenheit vom Hof glücklicherweise doch zu uns zurückkehren konnte, hat er seine Mama mit freudigem Wiehern begrüßt und wollte schnurstracks an ihr Euter. Sie hat ihn aber weggekniffen (klar, Euter wäre ja auch leer gewesen) und stattdessen angebaggert, hat also nur den Hengst in ihm gesehen. Er war zuerst entsetzt, was Muttern da von ihm will, hat sie aber dann eutermässig nicht mehr belästigt.

Das Absetzen könnte ich mir beim Rind ebenso vorstellen wie beim Pferd. Wir haben Mutter und Sohn zunächst nachts getrennt. Tags waren sie noch zusammen und er hat gelegentlich getrunken, nachts war er in der Nachbarbox zusammen mit einer Jungstute, die Tante spielen musste. Gelegentlich hat er durch die weiten Panesl seinen Kopf zur Mama rübergesteckt, aber sie war offensichtlich recht froh um ihre "Nachtruhe" und hat ihn da auch nicht trinken lassen.
War ein langsamer Prozeß über mehrere Wochen hin, dann war die Milch problemlos versiegt und sie hat ihn eh nicht mehr rangelassen.

Wenn Vroni ihren Nachwuchs hat, warten wir erst mal ab, ob wir überhaupt absetzen müssen, oder ob sie das irgendwann von selber macht. Nachdem sie ja füllig und kräftig ist, befürchte ich hier auch keine Probleme, selbst wenn der Nachwuchs lange Milchkind sein will.

Wäre sie allerdings geschwächt so wie deine Kuh,dann würde ich das Euter einfach gut mit Penatencreme einschmieren. Schaden tut ihr das sicher nicht, aber dem Zutzler wird es nicht schmecken.
Wir nehmen das Zeug statt Verbißpaste und schmieren es überall hin, wo die Rösslis nicht rumnagen sollten, wirkt sehr gut schmeckt auch wirklich ekelhaft, wie der Selbstversuch bewiesen hat...)

Benutzeravatar
Dunni
Beiträge: 1627
Registriert: 27.06.2007, 00:57
Wohnort: 38***
Kontaktdaten:

Beitragvon Dunni » 17.07.2008, 20:45

Wäre sie allerdings geschwächt so wie deine Kuh,dann würde ich das Euter einfach gut mit Penatencreme einschmieren.

*g* Das ist ja mal ne richtig gute Idee!! :D Und viel, viel freundlicher als so ein fieses Pieks-Halfter.

Benutzeravatar
Dunni
Beiträge: 1627
Registriert: 27.06.2007, 00:57
Wohnort: 38***
Kontaktdaten:

Beitragvon Dunni » 07.11.2008, 16:04

Hi,

wir haben die vier Muhs ja jetzt schon öfters mal wieder unter Aufsicht zusammengelassen.
Leider hat Amigo einmal bei Anna angedockt und genuckelt, bevor wir eingreifen konnten.
Wir haben nun überlegt, Annas Euter mit irgendwas einzuschmieren (Penatencreme oder etwas anderes...gibts da was Pfefferminziges?! :lol: ), damit Amigo dann - falls er rangehen sollte - den Geruch in der Nase oder im Maul hat und hoffentlich davon ablässt.
Sollen wir Penatencreme ausprobieren oder irgendwas anderes, was stärker riecht oder so? :?:

LG

Benutzeravatar
Drachenpony
Beiträge: 2293
Registriert: 11.11.2006, 13:09
Wohnort: Baden-Württemberg

Beitragvon Drachenpony » 08.11.2008, 09:32

Ich denke, was pfefferminziges würde ihm eher schmecken. Mhm, vielleicht eine Chillipaste? Aber das brennt dann wohl am Euter - wäre allerdings auch für Amigo echt fies... Bei Kindern hat man früher Senf auf den Schnuller gemacht.
Gruss
Martina


Zurück zu „Keep "KUH"l!“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast